25. September 2023

Chrono Trigger – Lohnt sich der JRPG Klassiker?

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Was brachte mich dazu, Chrono Trigger in 2022 zu spielen?

Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich in Phasen ein bestimmtes Genre bevorzuge. So kommt es durchaus vor, dass ich mal ganz viele Adventures oder Action-Games hintereinander wegspiele und dann wiederum Ewigkeiten das Genre nicht mit dem leisesten Hauch von Interesse betrachte. In einer dieser Phasen war also mal wieder das klassische japanische Rollenspiel Genre an der Reihe. Nachdem ich Dragon Quest 11 gespielt hatte, hatte ich Blut geleckt und wollte mich weiter in rundenbasierte Kämpfe mit einer Gruppe von lustigen und zugleich liebenswerten Charakteren stürzen.

Also machte ich mich auf die Suche nach dem nächsten japanischen Highlight, welches ich mir vorknöpfen konnte. Bei meiner Suche vielen mir die All-Time Community Lieblinge Final Fantasy 6 und Chrono Trigger ins Auge. Da ich jedoch bereits einige Final Fantasy Teile abgebrochen hatte, entschied ich mich dieses Mal eben für Chrono Trigger.

Welche Version soll ich spielen?

Im Hintergrund solltet Ihr wissen, dass Chrono Trigger auf dem Sammlermarkt sehr beliebt ist und auch bereits für verschiedenste Systeme erschienen ist. So gibt es das Spiel international für Super Nintendo, Playstation, IOS, Android, Steam oder Nintendo DS. Preislich liegt das Spiel „physisch“ aktuell bei 90 Euro bis 900 Euro je nach gewünschter Version.

Da ich gerade mein Steam Deck frisch ausgepackt hatte und meine beiden Nieren gern noch etwas länger behalten wollte, beschloss ich mir die PC-Version des Klassikers herunterzuladen. Dies war zudem für mich die beste Gelegenheit, mein Steamdeck einzuweihen. Außerdem kommt diese Version mit deutschen Bildschirmtexten, im Stil von Akira Toriyama, animierten Videosequenzen und einer tollen Soundausgabe daher, was ich für die gelungene Immersion sehr begrüße.

Zum Spiel

In Chrono Trigger übernehmen wir die Kontrolle über Chrono einen jungen Katana schwingenden Helden aus dem Jahre 1000 nach Christus. Aufgrund eines Zwischenfalls, mit einer Erfindung seiner Freundin Lucca, auf einem Fest in seinem Heimatkönigreich wird jedoch ein Mädchen namens Marle ins Mittelalter teleportiert. Chrono beschließt Marle zu retten und stürzt sich ebenfalls 400 Jahre in die Vergangenheit. Als er nach kurzer Suche, Marle endlich gefunden hat, geraten sie auf dem Weg zurück in Ihre eigentliche Zeit, zufällig in eine vollkommen zerstörte Zukunft. Im Jahre 2300 nach Christus, erfahren sie, dass die Welt in einigen Jahren nicht mehr so existieren wird, wie sie sie kennen.

Ein riesiges Ungeheuer aus den Tiefen des Weltalls, hat sich bereits in grauer Vorzeit im Erdkern eingenistet und wartet nur darauf, die Hölle auf Erden losbrechen zu lassen und alles zu verwüsten. Um dies zu verhindern, beschließen Chrono, Lucca und Marle das Monster aufzuhalten. Es beginnt eine wundervolle Reise durch verschiedene Zeitalter voller futuristischer Technik, mittelalterlicher Magie und urzeitlicher Kreaturen. Chrono findet auf seiner Reise in jeder Epoche neue Verbündete und kommt so seinem Ziel, Lavos, wie das Ungeheuer genannt wird, aufzuhalten, immer ein Stückchen näher und wir tauchen immer mehr in die Hintergrundgeschichten dieses wunderbaren Spiels ein.

Gameplay

Ganz klassisch wie es sich für ein richtiges japanisches Rollenspiel gehört, treffen wir in Chrono Trigger auf ein Gruppensystem, bei dem wir immer mit drei Mitgliedern der Gruppe im Team agieren. Jedes Teammitglied hat seine eigenen Kernkompetenzen wie Heilung, Zauber, Gewalt und Co, was jede Menge taktische Möglichkeiten im Spiel einräumt. Die Kämpfe laufen rundenbasiert mit einem Attack-Timer ab und setzen wenig bis kein Grinding voraus.

Hervorzuheben sind hier die Kombo-Attacken, je nachdem wen wir mit in unserer Gruppe dabei haben. So, schalten wir abhängig davon, andere Angriffe und Zaubermöglichkeiten frei. Es ergibt also durchaus Sinn, sich hin und wieder zu überlegen, ob der ein oder andere Bosskampf nicht besser mit Gruppenmitglied A, statt B, angegangen werden sollte.

Zudem gibt es in diesem bereits 1995 auf den Markt gekommenen Spiel Entscheidungen, die den Spielverlauf beeinflussen und die Möglichkeit eures Gruppenaufbaus verändern können.

Das Spiel lässt uns gekonnt Rätsel über die Zeitalter hinweg lösen und baut eine einzigartige Atmosphäre um diese wunderbare Story auf, die ihresgleichen sucht.

Fazit

Ich habe dieses Spiel in meine Steambibliothek geladen, weil ich immer wieder gehört habe, wie gut es sein soll. Viele Stimmen heben es auch heute, knapp 28 Jahre nach Release in den Himmel und behaupten, es sei das beste jemals kreierte, japanische Rollenspiel aller Zeiten. Ich ging sehr skeptisch an die Sache heran, hatte ich doch schon unzählige Pokémon, Dragon Quest und viele Andere gespielt. Darum, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass diese olle Kamelle so gut sein sollte, heutige Games immer noch in den Schatten zu stellen.

Ich wurde eines Besseren belehrt, Chrono Trigger hat einfach alles, knackiges Gameplay, tolle Geschichten, sympathische Charaktere, abwechslungsreiche Bosse und vieles mehr. Ich kann mit Fug und Recht sagen, Chrono Trigger ist das beste japanische Rollenspiel, das ich jemals gespielt habe und ist auf meiner allgemeinen Liste von Lieblingsspielen, auch ganz weit oben mit dabei.

Aber eines merkt man deutlich, Dragon Quest, das war Enix, Final Fantasy, das war Square und das erste Baby dieser fusionierten Rollenspiel-Meisterschmieden, das war Chrono Trigger von Square Enix. So bleibt mir nichts anderes übrig, als meine eindeutige Empfehlung für dieses Meisterwerk auszusprechen. In diesem Sinne, viel Spaß beim Nachzocken.

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